Tagung

 Blutbuche am Schloss Branitz

Genetisch-identische Gehölzvermehrung als Instrument der Gartendenkmalpflege und des Naturschutzes.

Historische Gärten, Parks und Kulturlandschaften werden in hohem Maße von ihrem oft beeindruckenden alten Gehölzbestand geprägt. Ein Absterben bedeutender Gehölze lässt sich früher oder später nicht vermeiden. Aus gartendenkmalpflegerischer wie aus naturschutzfachlicher Sicht stellt sich die Frage, inwieweit die standortspezifischen Eigenschaften von Gehölzen, der autochthone Genpool und vielleicht sogar ein Stück Authentizität eines Gartendenkmals durch eine genetisch-identische Vermehrung erhalten werden können. Die Tagung „Wiedergeburt von Baumgiganten“ beleuchtet Hintergründe sowie Vor- und Nachteile einer genetisch-identischen Vermehrung. Ausgewählte Projektbeispiele veranschaulichen dabei die Thematik sowie Vermehrungsmethoden verschiedener Gehölzarten. Eine abschließende Exkursion zu besonderen Branitzer Gehölzen und den Uralteichen von Straupitz zeigt Beispiele vor Ort auf. Ein Anlass der Tagung ist die Einweihung der wiederhergestellten „Baumuniversität“ im Branitzer Park. Fürst Pückler hielt in diesem Quartier der Schlossgärtnerei einst Großbäume zur späteren Verpflanzung in seinen Park bereit. Die Idee des Grünen Fürsten wurde aufgegriffen und in das 21. Jahrhundert weitergedacht. Hier sollen fortan solitäre, für das Parkbild des Gartenkunstwerks Branitz unverzichtbare Gehölze vermehrt und als neue, genetisch-identische Generation bei Bedarf punktgenau nachgepflanzt werden.

Nähere Informationen finden Sie in unserem Tagungsprogramm.

 

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Tagungsprogramm_Baumgiganten
(2,51 MB)