Eine Premiere in Branitz und der Lausitz! Erstmals präsentiert eine Ausstellung im Schloss Branitz die „wahren Herrscher“ der Region. Vom ausgehenden Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert lag die Niederlausitz als Grenzland fernab vom jeweiligen Landesherrn. Das Markgraftum gehörte zunächst zum Königreich Böhmen, dann zum Kurfürstentum Sachsen und schließlich zu Brandenburg. Die Schwäche der Landesherrschaft eröffnete dem Adel viel Spielraum zur freien Entfaltung. Er herrschte fast unbeschränkt auf seinen Gütern.

Bereits in böhmischer Zeit entstanden die HERRSCHAFTEN der Niederlausitz, große Adelsbesitzungen mit einem zentralen Ort und mehreren Dörfer und Vorwerken, die heute teilweise in Polen liegen - Lübbenau, Sonnewalde, Lieberose, Drehna, Straupitz, Forst, Pförten (Brody) oder Sorau (Żary). Wie „kleine Fürsten“ regierten die Standesherren ihre Untertanen.  Mehr als die Hälfte der Niederlausitz gehörte zu einer adligen Standesherrschaft.

Politik-, Kultur- und Selbstverständnis der „kleinen Fürsten“ stehen ab Mai im Mittelpunkt einer Ausstellung im Schloss Branitz. Die Präsentation bietet anhand von Gemälden und Graphik, Mobiliar und Kunsthandwerk aus 6 Jahrhunderten sowie ausgewählten Kunstzeugnissen aus Schlössern und Kirchen der Niederlausitz einen Blick auf diese wenig bekannte Geschichte der Niederlausitz zwischen Böhmen, Sachsen und Brandenburg-Preußen.

 

 

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