Forst ― "Il filosofo convinto in amore"

Der zur Liebe überzeugte Philosoph

von Johann Friedrich Agricola

Prallt ein Welt und Ehe abgewandter Mann auf eine clevere, couragierte Frau, dann kochen in Windeseile die Emotionen hoch.

Freuen Sie sich auf eine zeitlos witzige Komödie um männliche Kapitulation angesichts weiblicher List, über die sich schon Friedrich II. köstlich amüsierte, aufgeführt durch ein junges Alte-Musik-Ensemble.

Seit seinem Regierungsantritt verwandelte Friedrich II. Berlin und Potsdam in blühende Musikmetropolen. Während in der Hauptstadt große Opern erklangen, schätzte der König in seinem neuerbauten Schloss Sanssouci vor allem musikalische Lustspiele. Eigens dafür engagierte er eine kleine italienische Truppe, deren Darbietungen der König als "so komisch, dass man sich totlacht" bezeichnete. Mit diesen Sängern fand 1750 die höchst erfolgreiche Uraufführung von "Il filosofo convinto in amore" statt.
Diese Oper von Johann Friedrich Agricola (1720 - 1774) bot eine besonders originelle Version derzeit beliebter Komödien: Ein selbsternannter Philosoph verweigert sich Frauen und Ehe; ein junges Mädchen will ihn erobern, schlüpft dafür in verschiedene Rollen und natürlich gelingt ihr Plan am Ende.
Das Lustspiel um männliche Kapitulation angesichts weiblicher List gefiel dem König so gut, dass er dessen Schöpfer sofort als Hofkomponisten engagierte. Vielleicht amüsierte ihn gerade die offensichtliche Anspielung auf seine allseits bekannte Frauenverachtung?

Ein junges Alte Musik-Ensemble erweckt dieses zu Unrecht weitestgehend vergessene Rokoko-Kleinod zu neuem Leben. Dank der farbigen, wunderbaren Musik wird das heutige Publikum auf eine Reise in die Vergangenheit mitgenommen, doch die turbulente Geschichte besitzt zeitlosen Charme und spiegelt augenzwinkernd unsere eigenen Schwächen und Irrungen wider. Damit sich der Wortwitz mitteilt, wird eine Fassung mit deutschen Rezitativen und italienischen Arien gesungen.
In der Tradition aristokratischer Feste finden die Aufführungen in den malerischen Parks der Lausitz statt, so dass ein Gesamtkunstwerk aus Musik, Szene, Architektur und Landschaft entsteht. An historisches Jahrmarktstheater erinnert die Bühnenausstattung, während die ausdrucksstarken und originellen Kostüme durch barocke wie auch moderne Gewänder inspiriert sind.
Ein Opernvergnügen, das Musikliebhaber wie auch Neugierige überraschen und bezaubern wird!

Besetzung

  • Konzept und Regie: Heike Hanefeld
  • Musikalische Leitung: Irmgard Huntgeburth
  • Bühne und Kostüme: Barbara Anna Keiner
  • Lesbina: Jana Reiner - Sopran
  • Anselmo: Michael Rapke - Bariton
  • Ensemble baroque der Universität der Künste Berlin

Die Oper wird am 18.8.2012 um 19 Uhr auf der Schillerbühne im Ostdeutschen Rosengarten aufgeführt.

Eintrittskarten sind ab sofort erhältlich bei der Stadtverwaltung Forst (L.) im Bürgeramt.
Die Karten können im Vorverkauf für 8 Euro und an der Abendkasse für 10 Euro erworben werden.

Bei schlechtem Wetter findet die Aufführung im Forster Hof um 19:30 Uhr statt.

Weitere Aufführungen dieser Oper:

  • 11.08.2012 im Fürst-Pückler-Park Branitz, Historische Schlossgärtnerei 16.00 Uhr
  • 12.08.2012 im Schlosspark Brody, 17.00 Uhr
  • 19.08.2012 im Fürst-Pückler-Park Bad Muskau, Orangerie 16.00 Uhr

Die Opern werden in jedem Falle aufgeführt. Bei schlechtem Wetter findet die Aufführung in einem Gebäude statt. Informationen hierzu werden rechtzeitig mitgeteilt.

Autor: Stadtverwaltung Forst (Lausitz)